Erkun­dungs­fahrt in die Slowakei

Beein­druckt vor allem von der Gast­freund­schaft in der Slo­wa­kei ist der Vor­sit­zen­de der Reser­vis­ten­ka­me­rad­schaft Rein­hard­s­hagen, Die­ter Mus­mann, von einer ein­wö­chi­gen Erkun­dungs­fahrt zurück­ge­kehrt. Im 1.200 km ent­fern­ten Vazec wer­den 11 Reser­vis­ten aus Rein­hard­s­hagen und zwei akti­ve Sol­da­ten aus Fritz­lar vom 15. bis 30. Sep­tem­ber auf einem deut­schen Sol­da­ten­fried­hof am Fuße der Hohen Tatra im Auf­trag des Volks­bun­des Deut­sche Kriegs­grä­ber­für­sor­ge e.V. einen Arbeits­ein­satz durch­füh­ren. Slo­wa­ki­sche Sol­da­ten und die Bevöl­ke­rung aus Vazec wer­den mithelfen.

Ein­gang des deut­schen Sol­da­ten­fried­ho­fes in Vazec; Hin­ter­grund Hohe Tatra 

Zusam­men mit dem Bun­des­wehr­be­auf­trag­ten für Hes­sen, Rhein­land-Pfalz und Saar­land, Oberst­leut­nant a. D. Sen­holdt, war Mus­mann ins noch win­ter­li­che Vazec gefah­ren, um vor Ort die letz­ten Vor­be­rei­tun­gen für den Ein­satz im Sep­tem­ber abzu­stim­men. In dem heu­ti­gen Win­ter- und Som­mer­ur­laubs­ge­biet wur­den die Arbei­ten auf dem Fried­hof und die Logis­tik des Auf­ent­hal­tes bei einem Tref­fen mit der Gesell­schaft Deut­sche Kriegs­grä­ber­für­sor­ge in der Slo­wa­kei und dem Kom­man­deur der Mili­tär­aka­de­mie im Lip­tovs­ky Miku­las fest­ge­legt. Auch beim Bür­ger­meis­ter des 2.400 Ein­woh­ner zäh­len­den Dor­fes Vazec gab es einen herz­li­chen Emp­fang. Die Reser­vis­ten aus Rein­hard­s­hagen sol­len wäh­rend ihres Arbeits­ein­sat­zes in das Dorf­le­ben mög­lichst inte­griert werden.

Für sein Enga­ge­ment, die­se Akti­on in der Slo­wa­kei durch­zu­füh­ren, bekam Die­ter Mus­mann vom Kom­man­deur der 2. Mech. Bri­ga­de in Pre­sov, Gene­ral Novo­s­ad, den Ehren­tel­ler der Bri­ga­de überreicht.

Die Reser­vis­ten wer­den die Fried­hofs­an­la­ge anläss­lich der Gedenk­fei­er zum 10-jäh­ri­gen Bestehen am 28. Sep­tem­ber dem Zweck ent­spre­chend her­rich­ten. Gra­nit­kreu­ze mit Namen von gefal­le­nen deut­schen Sol­da­ten, die in letz­ter Zeit in der Slo­wa­kei exhu­miert wur­den, sol­len auf­ge­stellt wer­den. Etwa 6.000 deut­sche Sol­da­ten des II. Welt­krie­ges sind auf dem 2,5 ha gro­ßen Fried­hof bei­gesetzt. Zur Gedenk­fei­er wer­den neben der ört­li­chen Admi­nis­tra­ti­on (Bür­ger­meis­ter, Land­rat etc.), der deut­sche Mili­tär­at­ta­ché, der Prä­si­dent des Volks­bun­des, Herr Rein­hard Füh­rer, auch Wit­wen, Kin­der und Enkel­kin­der von gefal­le­nen deut­schen Sol­da­ten teil­neh­men. Die Rein­hards­hä­ger Reser­vis­ten wer­den mit slo­wa­ki­schen Sol­da­ten die Ehren­wa­che stel­len. Die Toten­eh­rung in Deutsch wird Die­ter Mus­mann ver­le­sen. Die Fei­er­stun­de soll von einem slo­wa­ki­schen Mili­tär­mu­sik­korps umrahmt werden.

Neben der Arbeit soll es auch ein Frei­zeit­pro­gramm geben. Gesel­li­ge Aben­de mit der Bevöl­ke­rung von Vazec, eine Seil­bahn­fahrt auf die Lom­nit­zer Spit­ze (Hohe Tatra; ca. 2.600 m ü. N.N.), eine Eis­höh­len­be­sich­ti­gung, eine Floß­fahrt und die Besich­ti­gung einer Burg­an­la­ge (Zip­ser Burg) sind angedacht.